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römische Feldschmiede
Zur Reparatur, zum Schärfen der Werkzeuge und zur Herstellung diverser
Kleinteile dient die römische Feldschmiede. Hierbei handelt es sich um eine in
den Boden eingelassene Esse mit Wind- und Glutfang aus Ton in halbkugeliger
Form mit Öffnung für das Schmiedegut. Diese einfache aber höchst wirkungsvolle
Bauweise ermöglicht es, die Esse nahezu überall innerhalb kürzester
Zeit zu errichten.
Befeuert wird die Esse mit Schmiede- aber auch Holzkohle, die mittels zweier
im Windkasten zusammengeführter handbetriebener Blasebälge angefacht wird.
Die Blasebälge sind nach antikrömischen Maßen rekonstruiert, und sie haben
trotz der einfachen Bauweise einen überraschend hohen Wirkungsgrad.
Das glühende Schmiedegut kann auf einem "Schweinchenamboß" - wegen der vier
"Füße" die ihn auf dem Hauklotz fixieren - bearbeitet werden. Hier seien
insbesondere Eisenkeile zum Heraustrennen von Steinblöcken aus gewachsenen
Wänden, aber auch die Spitzen der Steinhauerwerkzeuge genannt, die durch den
Gebrauch stumpf werden und nachgeschmiedet werden müssen.
Die enge Verbindung des Schmiedehandwerks mit weiteren von unserer Kohorte
ausgeübten und vorgeführten Handwerken zeigt sich auch beim Verbleien römischer
Legionärsmühlen, sei es als Reparatur einer defekten Mühle (XANTEN 2003), oder beim Eingießen des Zentriereisens (TRIER 2004).
Für unser Schieferhandwerk werden geschmiedete Nägel zum Befestigen der
Schieferschindeln benötigt. Auch diese werden von unseren Schmieden in der
römischen Feldschmiede hergestellt. Das bei der Bearbeitung verwendete Werkzeug, wie Zangen und Hämmer entspricht in Aussehen und Funktion den antiken Vorbildern, ist aber verständlicherweise keine 2000 Jahre alt. |